Der
Kastel ist der historische und sakrale Kern von
Crikvenica an der Mündung der Dubracina.
Die Kirche Mariä Himmelfahrt steht neben dem ehemaligen Paulanerkloster unmittelbar oberhalb der Mündung der Dubracina. Sie ist die älteste erhaltene Kirche von Crikvenica und bildet zusammen mit dem Klostergebäude den Kern des Kastels. Ihre Lage am Wasser und an einem alten Flussübergang verdeutlicht, warum sich die untere Siedlung gerade um diesen Ort entwickelte.
Im Jahr 1412 gründete Nikola IV. Frankopan neben der älteren und damals vernachlässigten Kirche ein Kloster und übergab beide dem Orden des heiligen Paulus des ersten Einsiedlers. Die Schenkungsurkunde ist zugleich die älteste schriftliche Quelle mit dem Namen Crikvenica. Von Anfang an war die Kirche daher sowohl mit dem Wirken der Paulaner als auch mit der Entstehung der städtischen Identität verbunden.
Das Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert. Spätere barocke Ausstattungen ergänzten den gotischen Kern; im Inneren werden wertvolle Gemälde und Statuen bewahrt. Besondere Bedeutung besitzt ein Bild des hl. Simon, das einzige erhaltene Objekt aus der ehemaligen Pfarrkirche der Heiligen Simon und Judas Thaddäus in Kotor, die im 18. Jahrhundert bei einem Brand zerstört wurde.
Die Kirche ist weiterhin ein aktiver Sakralraum, daher hängt eine Innenbesichtigung von Gottesdiensten und Öffnung ab. Auch bei geschlossener Kirche lohnt sich der Rundgang außen: Vom Eingangsbereich ist das ehemalige Kloster zu sehen, zum Fluss hin liegt die
Paulanerbrücke. Zusammen bilden diese Elemente eine der geschlossensten historischen Ansichten der Stadt.